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by Tomeci Press Publications

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Flasche mit Amlodipin und daneben verstreute weiße Tabletten

Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA hat den Rückruf von fast 22.000 Flaschen Telmisartan und Amlodipin des Herstellers Viatris bekannt gegeben. Die Tabletten könnten mehr Wirkstoff enthalten als zulässig. Obwohl der Rückruf als Klasse III eingestuft wurde — gesundheitliche Folgen gelten damit als unwahrscheinlich — sollten Patienten die Produkt- und Chargennummern überprüfen.

(Redaktion: USA und Indien / Gesundheit und Verbraucher)


Für Millionen Menschen gehört die tägliche Einnahme einer Blutdrucktablette zum Alltag. Das Medikament hilft, Bluthochdruck zu kontrollieren, eine oft unbemerkte, aber gefährliche Erkrankung. Doch auch eine Behandlung, die schützen soll, kann Anlass zur Sorge geben. US-Behörden warnen vor einer Arzneimittelcharge, deren Wirkstoffgehalt möglicherweise höher als vorgesehen ist.

Rückruf wegen möglicherweise zu hoher Wirkstoffmenge

Die FDA kündigte den Rückruf von 21.620 Flaschen eines Blutdruckmedikaments an. Die Tabletten enthalten 40 mg Telmisartan und 5 mg Amlodipin; jede Flasche enthält 30 Tabletten.

Laut den Unterlagen der FDA leitete das Pharmaunternehmen Viatris Inc. den freiwilligen Rückruf am 1. Oktober ein. Als offizieller Grund wird angegeben, dass der Telmisartan-Gehalt in den betroffenen Chargen die festgelegten Spezifikationen überschreiten könnte.

Das bedeutet, dass die Tabletten möglicherweise mehr Telmisartan enthalten als vorgesehen. Das Medikament ist deshalb nicht automatisch giftig, doch eine unerwartet hohe Dosis kann unerwünschte Wirkungen haben.

Wie groß ist das Risiko?

Die FDA stufte den Rückruf als Klasse III ein. Das bedeutet, dass die Verwendung des Produkts wahrscheinlich keine gesundheitlichen Schäden verursacht. Dennoch sollten die Angaben auf der Packung sorgfältig überprüft werden.

Zu viel Telmisartan kann den Blutdruck zu stark senken und Schwindel oder einen schnellen Herzschlag auslösen. Bei älteren Menschen kann Schwindel das Risiko von Stürzen und Verletzungen erhöhen.

So prüfen Sie, ob Ihr Medikament betroffen ist

Die betroffenen Flaschen tragen den National Drug Code (NDC) 0378-1075-93. Betroffen sind folgende Chargen:

  • 3228113, 3228114 und 3228115 — Verfallsdatum: 31. Oktober 2026.
  • 3228120 und 3228121 — Verfallsdatum: 30. November 2026.

Prüfen Sie das Etikett, meist in der Nähe des Verfallsdatums, und wenden Sie sich an Ihre Apotheke oder behandelnde Ärztin bzw. Ihren Arzt, wenn Code und Chargennummer übereinstimmen. Ändern oder beenden Sie eine verschriebene Behandlung nicht ohne fachlichen Rat.

Hintergrund zur Herstellung

Nach Angaben der FDA wurden die zurückgerufenen Tabletten in Indien für Mylan Pharmaceuticals Inc. in West Virginia hergestellt. Mylan und Upjohn schlossen sich 2020 zu Viatris zusammen.

Im März 2026 rief eine Tochtergesellschaft von Viatris eine Charge Xanax XR 3 mg zurück, nachdem Tests gezeigt hatten, dass sich das Arzneimittel nicht normgerecht auflöste. Im Januar nahm das Unternehmen eine Charge Methylprednisolon wegen Verpackungsfehlern zurück, die zu falschen Dosierungen führen konnten. Diese Vorfälle werfen Fragen zu den Qualitätskontrollen entlang der Herstellungskette auf.

Fazit

Blutdruckmedikamente sind wichtig. Der Rückruf zeigt, wie entscheidend Qualitätskontrollen in der Pharmaindustrie sind: Schon eine Abweichung bei der Wirkstoffmenge kann die Sicherheit einer Behandlung beeinflussen.

Prüfen Sie Produkt- und Chargennummer und fragen Sie bei Unsicherheit eine Apotheke oder Arztpraxis. Setzen Sie verschriebene Blutdruckmedikamente nicht eigenständig ab; medizinisches Fachpersonal kann Ihnen das richtige Vorgehen erklären.

Flasche mit verschreibungspflichtigem Arzneimittel

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