
Am Montagmorgen soll ein 13-jähriger Schüler der siebten Klasse der Ștefan-cel-Mare-Schule in Bistrița mit einem Messer, verdecktem Gesicht und Helm erschienen sein. Er soll nach einem Schüler der sechsten Klasse gesucht haben. Eine 28-jährige Mathematiklehrerin versuchte, ihn aufzuhalten, und wurde niedergestochen; auch ein weiterer Schüler wurde verletzt, als er eingriff. Die Polizei nahm den Verdächtigen fest.
(Redaktion: Rumänien / Justiz und Bildung)
Am Montag, dem 19. Oktober 2026, gegen 8:40 Uhr, erhielt die Polizei einen Notruf wegen eines Messerangriffs an der Schule. Die Lehrerin und ein zwölfjähriger Schüler wurden ins Krankenhaus gebracht. AGERPRES zufolge leitete die Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen des Verdachts des qualifizierten versuchten Mordes ein.
Der Vorfall erschütterte die Schulgemeinschaft und warf erneut Fragen zur Sicherheit an Schulen und zu einer möglichen Radikalisierung Minderjähriger auf.
Wie sich der Angriff ereignete
Rumänischen Medienberichten zufolge kam der Schüler zur Schule, ging aber zunächst nicht in den Unterricht. Später soll er eine Gesichtsmaske und einen Helm angelegt und auf TikTok Nachrichten veröffentlicht haben, in denen er einen angeblich seit acht Monaten vorbereiteten Angriff erwähnte. Diese Angaben sind Teil der Berichterstattung über die laufenden Ermittlungen.
Anschließend ging er zu einem Klassenraum, in dem ein Schüler der sechsten Klasse Unterricht hatte. Die Lehrerin versuchte, ihn am Betreten des Raums zu hindern, und wurde mit dem Messer verletzt. Der Verdächtige soll danach den Raum betreten und nach dem Schüler gesucht haben, den er möglicherweise angreifen wollte. Ein weiterer Schüler, der eingriff, wurde ebenfalls verletzt. Die Polizei nahm den 13-Jährigen fest.
Ein Zeuge berichtete Journalisten, die Lehrerin sei vom Rettungsdienst abtransportiert worden; auch der Schüler, der eingegriffen hatte, sei verletzt worden.
Die Opfer und ihr Zustand
Die 28-jährige Lehrerin und der zwölfjährige Schüler wurden in die Notaufnahme in Bistrița gebracht. Ersten Angaben des Krankenhauses zufolge waren beide bei Bewusstsein und in stabilem Zustand. Auch weitere Schüler und ein Erwachsener wurden nach Panikreaktionen medizinisch untersucht.
Mögliches Motiv
Rumänische Medien berichteten unter Berufung auf den leitenden Schulinspektor des Kreises und Justizquellen, der mutmaßlich anvisierte Schüler sei vom Verdächtigen möglicherweise für Angehörigen einer anderen Religion oder ethnischen Gruppe gehalten worden. Ein Motiv ist bislang nicht durch eine rechtskräftige gerichtliche Feststellung bestätigt; zudem unterscheiden sich die Berichte hinsichtlich des Hintergrunds des Schülers. Diese Angaben sind daher als Verdachtsmomente zu behandeln, die untersucht werden.
Was über den Verdächtigen bekannt ist
Der Verdächtige ist 13 Jahre alt und besucht die siebte Klasse derselben Schule. Ein Bildungsvertreter erklärte, er sei vor einigen Jahren aus Spanien zurückgekehrt, und beschrieb ihn als eher zurückgezogen und in die Gruppe wenig integriert. Medien berichten über Beiträge, die er vor dem Vorfall in sozialen Netzwerken veröffentlicht haben soll. Solche Beschreibungen belegen für sich genommen weder ein Motiv noch eine Diagnose.
Offizielle Reaktion und Ermittlungen
Die Polizei teilte mit, dass der Verdächtige festgenommen wurde und die Verletzten medizinisch versorgt werden. AGERPRES zufolge leitete die Staatsanwaltschaft beim Gericht Bistrița-Năsăud ein Verfahren wegen des Verdachts des qualifizierten versuchten Mordes ein. Die Ermittlungen sollen die genauen Umstände des Angriffs klären.
Medienberichten zufolge wurde der Unterricht für den Tag ausgesetzt. Die Schüler blieben unter Aufsicht von Erwachsenen, bis ihre Familien sie abholten. Einsatzkräfte untersuchten außerdem Personen mit Paniksymptomen.
Fazit
Bei dem Angriff an der Ștefan-cel-Mare-Schule wurden eine Lehrerin und ein Schüler verletzt; die Staatsanwaltschaft ermittelt. Angaben zu einer möglichen Vorbereitung und zum vermuteten Motiv müssen von den Ermittlern überprüft werden. Der Fall wirft wichtige Fragen zur Sicherheit von Schülern und zum frühzeitigen Erkennen von Warnzeichen auf. Schlussfolgerungen sollten erst gezogen werden, wenn die Fakten feststehen.






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