
Eine mutmaßliche Gruppe aus 13 rumänischen Staatsbürgern soll in mehreren deutschen Bundesländern Dutzende Wohnungseinbrüche begangen haben. Allein im Landkreis Wittenberg ermittelten die Behörden 87 Fälle zwischen Herbst 2024 und Frühjahr 2026. Sechs Verdächtige befinden sich in Untersuchungshaft; der Prozess begann im Oktober 2026.
(Redaktion: Deutschland & Rumänien / Justiz & Kriminalität)
Eine Serie von Einbrüchen in Wohnhäusern in verschiedenen Regionen Deutschlands führte zu Ermittlungen gegen eine mutmaßliche kriminelle Gruppe rumänischer Staatsbürger. Nach Angaben der Ermittler sollen die Verdächtigen organisiert vorgegangen sein und Häuser ins Visier genommen haben, aus denen sie Bargeld, Schmuck, Goldgegenstände und andere Wertgegenstände stahlen.
87 Einbrüche allein in einem Landkreis
Im Landkreis Wittenberg in Sachsen-Anhalt registrierte die Polizei zwischen Herbst 2024 und Frühjahr 2026 87 Einbrüche. Dutzende weitere Fälle wurden aus Sachsen, Thüringen, Brandenburg und Bayern gemeldet, darunter Gebiete entlang der Autobahn A9.
Den Ermittlungen zufolge ereigneten sich die Taten häufig in der Abenddämmerung. Die Verdächtigen sollen Türen oder Fenster aufgebrochen, die Häuser durchsucht und die Tatorte innerhalb weniger Minuten wieder verlassen haben, bevor Bewohner oder Behörden eingreifen konnten. Die Autobahn A9 soll eine wichtige Route für die schnelle Flucht nach den Einbrüchen gewesen sein.
Fast 300 Polizeikräfte an Durchsuchungen beteiligt
Die Ermittler identifizierten eine Gruppe von etwa 13 Personen im Alter zwischen 20 und 47 Jahren, die in Berlin, Halle und Leipzig gelebt haben sollen. Die Gruppenmitglieder stehen im Verdacht, ihre Ziele im Voraus ausgewählt und koordiniert gehandelt zu haben.
Im März 2026 führten die deutschen Behörden eine groß angelegte Operation durch, an der fast 300 Polizeikräfte beteiligt waren. Durchsuchungen fanden in Berlin, Leipzig und Halle statt. Dabei sollen die Ermittler Bargeld, Schmuck, teure Kleidung, Mobiltelefone und Schusswaffen sichergestellt haben. Außerdem wurden mehrere Luxusautos entdeckt, darunter Modelle von Porsche und Audi, wie der Spiegel berichtet.
Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand soll ein Teil der mutmaßlichen Einnahmen aus den Straftaten für den Kauf von Luxusautos und Immobilien in Rumänien verwendet worden sein.
Sechs Verdächtige in Untersuchungshaft
Sechs Männer, die der mutmaßlichen Gruppe zugerechnet werden, befinden sich in Untersuchungshaft. Ihr Prozess begann den vorliegenden Informationen zufolge im Oktober 2026.
Die Ermittlungen betreffen mutmaßliche Taten, die sich über etwa anderthalb Jahre in mehreren deutschen Bundesländern erstreckt haben sollen. Die Dimension des Falls zeigt sich sowohl an der Zahl der der Gruppe zugeschriebenen Einbrüche als auch an deren geografischer Verteilung.
Die Behörden versuchen weiterhin, den jeweiligen Tatbeitrag der einzelnen Verdächtigen zu klären und die Zusammenhänge zwischen den in verschiedenen Regionen registrierten Einbrüchen nachzuweisen.







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